
Digitale Thementage 2026: Studienzweifel & Studienabbruch
22. September 2026 – 24. September 2026 | 10:00 – 12:00 Uhr | Online | Tagung
Für Beratende
kostenfreiAnmeldeschluss: 02. September 2026
Inhalte
Wie können wir Menschen mit Studienzweifeln noch besser begleiten? Welche Wege eröffnen sich jenseits des Studiums? Und wie können wir als Beratende voneinander lernen?
Darum geht es bei unseren diesjährigen digitalen Thementagen „Studienzweifel & Studienabbruch“ der Initiative Zweifellos vom 22. September 2026, 10:00 Uhr bis zum 24. September 2026, 12:00 Uhr. Unter dem Motto „Gemeinsam stark im Verbund“ vernetzen wir Beraterinnen und Berater aus ganz Deutschland. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Freuen Sie sich auf drei Tage voller Impulse: mit interaktiven Workshops, spannenden Talks und praxisnahen Einblicken, die Sie direkt in Ihren Beratungsalltag mitnehmen können.
Sichern Sie sich Ihren Platz und melden Sie sich bis zum 1. September 2026 an! Das vollständige Programm und weitere Infos können Sie untenstehend herunterladen.
Die Veranstaltung wird online mit MS Teams durchgeführt. Eine Installation von MS Teams ist nicht erforderlich.
Bei Fragen sind wir jederzeit unter info@studienzweifel-los.de für Sie da.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Ihr Team der Initiative Zweifellos
Bitte vermerken Sie bei Ihrer Anmeldung, an welchen Programmpunkten Sie teilnehmen möchten:
22. September 2026, 10:00 – 12:00 Uhr: Begrüßung und Keynote „Zwischen Heimspiel und Auswärtsspiel: Studienzweifel und Studienabbruch im Kontext von sozialem Milieu, Habitus und kultureller Passung und Perspektiven für Beratung“
Im Rahmen der Keynote laden wir Sie zu einem Beitrag ein, der den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Studienabbrüchen in den Fokus rückt. Dazu konnten wir Herrn Prof. Bremer gewinnen, der diesen Zusammenhang mit seinem Team im Rahmen einer umfangreichen Projektstudie untersucht hat. Anhand kontrastierender milieuspezifischer und biografischer Verläufe wird aufgezeigt, wie sich soziale Ungleichheit auf die Aneignung des Studiums auswirkt und zu Studienzweifeln, Studienkrisen und Studienabbruch führen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass Studienabbrüche als Prozesse zu verstehen sind, die auf unterschiedlichen habitusbedingten "Passungsverhältnissen" beruhen.
Dabei eröffnen sich grundsätzlich auch Andockmöglichkeiten für Beratung im Hinblick auf Orientierung im Studium. Allerdings führen Zweifel und Unsicherheiten häufig dazu, dass bestehende Beratungsangebote nicht in Anspruch genommen werden und Studierende Beratung meiden bzw. vermuten, dass sie ihnen nicht weiterhilft. Beratung erweist sich damit - unintendiert - als vergleichsweise hochschwelliges Angebot. Das betrifft besonders Studierende aus benachteiligten sozialen Milieus, wie etwa "First Generation Students". Die Keynote lädt dazu ein, gemeinsam mit Ihnen als Beratende darüber ins Gespräch zu kommen, wie Beratung auf die sozialen Voraussetzungen von Studierenden mit Zweifeln im Studium "habitussensibel" gestaltet werden kann, um Studierende in herausfordernden Übergangsphasen besser zu erreichen und zu begleiten.
Referent: Prof. Dr. Helmut Bremer, Universität Duisburg-Essen
22. September, 13:00 – 14:30 Uhr: „Beratungskompetenz stärken – Toolbox für die Beratung von psychisch belasteten Studienzweifelnden und -abbrechenden“(Plätze ausgebucht)
Beratende begleiten Studienzweifelnde und -abbrechende bei Übergängen, geben Orientierung und unterstützen in belastenden Lebenslagen. Dabei begegnen ihnen häufig herausfordernde Beratungssituationen – etwa wenn Ratsuchende noch wenig Veränderungsbereitschaft zeigen oder psychische Belastungen eine berufliche Orientierung erschweren. Um Beratende gezielt in solchen Fällen zu unterstützen, wurde im Projekt Quickstart Sachsen Transfer ein praxisnahes Selbstlernangebot entwickelt: „Beratungskompetenz stärken – Toolbox für die Beratung von psychisch belasteten Studienzweifelnden und -abbrechenden“. Dieses Angebot bündelt Methoden, Reflexionshilfen und Gesprächsstrategien für die Arbeit mit dieser Zielgruppe und steht seit Sommer 2026 kostenfrei zur Nutzung über die Plattform OPAL der TU Bergakademie Freiberg bereit.
Im Workshop werden daher zunächst zentrale Inhalte des Selbstlernangebotes vorgestellt. Anschließend wird eine ausgewählte Methode näher beleuchtet und gemeinsam erprobt.
Referentin: Sandy Mann, Quickstart Sachsen Transfer, Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KOWA) Leipzig
22. September, 14:45 – 15:45 Uhr: „Projekte, Perspektiven, Praxis: Innovative Impulse für die Beratung“
In kompakten 15-Minuten-Pitches präsentieren diese drei Projekte ihre innovativen Ansätze im Umgang mit Studienzweifeln und Studienabbruch:
- CraftTURN – Turn Your Skills for Future, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt
- Next Step – Zweifel am Studium, Hochschule Niederrhein
- O ja! Orientierungsjahr Ausbildung und Studium, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Die Veranstaltung bietet Ihnen einen praxisnahen Einblick in unterschiedliche Unterstützungsformate und Tools. Lernen Sie neue Impulse kennen, tauschen Sie Erfahrungen aus und nehmen Sie konkrete Ideen für Ihre eigene Beratungspraxis mit.
Moderation: Ronny Heinemann & Marlies Weixelbaumer, Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH
23. September, 10:00 – 12:00 Uhr: „Übergänge erleichtern, Potenziale heben: Erkenntnisse aus unserer Forschung“
Im Workshop werden die Kernbefunde des „Forschungsbausteins“ der Projekte Queraufstieg Transfer und Kompass M-V Transfer zum Übergang von Studienabbrecher*innen in die duale Ausbildung vorgestellt und praxisnah eingeordnet. Im Fokus stehen konkrete Handlungsempfehlungen für Beratungsakteure und Betriebe, um Übergänge zu erleichtern und die im Studium gewonnenen Kompetenzen der Zielgruppe besser zu berücksichtigen.
Referent*innen: Marie-Therese Arnold, Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH; Ronny Heinemann, Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH; Kristin Henke, Kompass M-V Transfer, Universität Rostock
23. September, 13:00 – 14:30 Uhr: „Hat das Zukunft? - Moderne Berufsbilder im Dialog“
"Was bringt mir eine Ausbildung – und habe ich auch in Zukunft mit einer Ausbildung gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt?" Derartige Fragen beschäftigen viele Studienzweifler*innen und -abbrecher*innen. Häufig bestehen Unsicherheiten darüber, welche Entwicklungsmöglichkeiten Ausbildungsberufe und duale Studiengänge bieten und wie sie auf die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorbereiten.
Im Austausch mit Praxisakteur*innen geben wir Einblicke in aktuelle Entwicklungen beruflicher Bildung und zeigen auf, welche Chancen sich daraus für junge Menschen ergeben: Jürgen Muthig von Fresenius stellt neue Entwicklungen hinsichtlich Data Science & KI vor, bei denen verschiedene Fachdisziplinen verbunden und konsequent auf Future Skills ausgerichtet sind. Holger Hiltmann von Merck zeigt, wie sich der Ausbildungsberuf der Industriekauffrau bzw. des Industriekaufmanns inhaltlich weiterentwickelt hat und welche Kompetenzen heute im Mittelpunkt stehen. Iris Marx (Berufsschullehrkraft, Herrmann-Scheer-Schule Berlin – OSZ Wirtschaft) präsentiert den Ausbildungsberuf der Personaldienstleistungskaufleute und gibt Einblicke in ein noch sehr junges und vielseitiges Berufsfeld.
Gemeinsam diskutieren wir, wie moderne (Aus-)Bildungsangebote auf die Anforderungen von morgen vorbereiten, welche Perspektiven sie insbesondere Studienzweifler*innen und -abbrecher*innen eröffnen und inwieweit sie Eintrittskarte für eine spannende berufliche Entwicklung sein können.
Moderation: Kristin Henke, Kompass M-V Transfer, Universität Rostock & Dr. Theresa Wand, Quickstart Sachsen Transfer, Technische Universität Bergakademie Freiberg
23. September, 14:45 – 15:45 Uhr: „Lessons Learned: Junge Menschen mit Events & PR für die Beratung gewinnen“
Dieser Input bietet Inspiration für die Entwicklung kreativer Ansätze in Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und gibt einen Einblick in die bisherigen Erfahrungen der Initiative „Zweifellos – Finde deinen Weg”. Wie kann es gelingen, vorhandene Beratungsangebote bekannter zu machen und niedrigschwellig zu gestalten? Welche Strategien eignen sich, um junge Menschen zum Tabuthema Studienabbruch/-zweifel aufzuschließen – von klassischen bis hin zu innovativen Formaten?
In die Veranstaltung „Yoga gegen (Studien-) Zweifel“ geben Elisa Karau-Unkroth, Studienberaterin an der Hochschule Merseburg, und Maria-Sophia Gulden, Projektmitarbeiterin „Switch zur Ausbildung“ beim Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, ergänzende Einblicke aus der Perspektive beteiligter Beratungseinrichtungen bzw. des organisationsübergreifenden Transfers.
Referentinnen: Kathrin Schönherz & Franziska Bergmann, Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH
24. September, 10:15 – 12:00 Uhr: Fachgespräch: „'Zweifellos' führen zwei Bildungswege zum Ziel: Orientieren – Entscheiden – Begleiten“
In unserem abschließenden Fachgespräch diskutieren Expertinnen und Experten die Chancen einer stärkeren Vernetzung von beruflicher und akademischer Bildung. Im Fokus stehen nicht-lineare Bildungsbiografien und die Frage, wie Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit verbessert werden können – zum Vorteil beider Wege.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Perspektiven in die Diskussion einzubringen und sich mit Fachkolleginnen und -kollegen auszutauschen. Der Talk ist entlang der Phasen Orientierung, Entscheidung und Begleitung strukturiert und wird durch praxisnahe Impulse eröffnet. Bringen Sie Ihre Fragen ein, nehmen Sie neue Impulse mit und erweitern Sie Ihr Netzwerk im Dialog mit Expertinnen und Experten.
Zum Abschluss der Thementage geben wir Ihnen einen Ausblick auf die Perspektiven der Initiative Zweifellos.
Moderation: Sarah Rögner, Beratungsnetzwerk Queraufstieg Transfer, MA&T Organisationsentwicklung GmbH
Die Thementage finden im Rahmen der diesjährigen INQA-Aktionswochen „Menschen in Arbeit – Fachkräfte für die Region“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vom 14. bis 27. September 2026 statt.
