Bühne
Drei Personen in Schutzkleidung arbeiten gemeinsam in einem Reinraum und begutachten technische Bauteile.
 
Alex: Mikrotechnologie an der Universität – trotz Studienabbruch
Einleitung

Aus der Uni in die Uni: Ausbildung zum Mikrotechnologen nach drei Studienabbrüchen und der Diagnose ADHS

Alex ging es wie vielen: Nach dem Abitur direkt an die Universität. Es klappte nicht. Doch Alex blieb dran, versuchte es immer wieder. Dreimal begann er ein Studium, bevor er schließlich verstand: Studieren passt nicht zu mir.

Mehr als acht Jahre des Zweifelns und Verzweifelns vergingen. Nach der ersten nicht bestandenen Prüfung folgten weitere. Schließlich schob Alex sie vor sich her. Zu Hause machte er gute Miene: Seine Scham war viel zu groß, um die Probleme gegenüber seinen Eltern einzugestehen. Alex verstand es selbst nicht: Die Inhalte interessierten ihn, aber das Lernen der Theorie überforderte ihn. Er konnte sich nicht motivieren. Dann kamen zur Prüfungsangst Panikattacken dazu. So konnte es nicht weitergehen: Er suchte sich Hilfe. Zunächst wand er sich direkt an der Universität an die Psychosoziale Beratung. Später suchte er sich medizinische und therapeutische Hilfe – wichtige Schritte. Heute weiß Alex: Er hätte sich viel früher Unterstützung suchen sollen. Schließlich wurde ADHS diagnostiziert. Alex traf die härteste Entscheidung seines Lebens: Er brach das Studium ab.

Text

Neuanfang: Zurück an die Uni, aber diesmal als Azubi

Wie sollte es nun weitergehen? Alex war zunächst orientierungslos. Ein großes Stück gefühlte Klarheit war weggebrochen. Bis ihm ein Bekannter vorschlug, sich an der Universität Magdeburg zu bewerben. Nicht zum erneuten Studium, sondern zur Ausbildung als Mikrotechnologe. Er war sofort interessiert und informierte sich. Nun passt alles: In der Ausbildung erzielt er Bestnoten. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass talentierte Menschen oft nur die richtige Ausbildungsform und -methode brauchen, um ihr Potenzial voll zu entfalten. Es zeigt, wie entscheidend Ehrlichkeit zu sich selbst und zum eigenen Umfeld sowie eine frühzeitige Beratung sein können.

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Die Initiative „Zweifellos – Finde deinen Weg" wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative Bildungsketten.