Bühne
Eine Frau arbeitet an einem Laptop, während ein kleines Kind neben ihr sitzt und zuschaut, in einem häuslichen Umfeld.
 
Doro: Ohne Studienabschluss zum erfüllenden Beruf
Einleitung

Trotz zusätzlicher Herausforderungen als Mutter wagt Doro den Neuanfang

Eigentlich stand schon lange fest: Doro studiert. Aber was? Die Entscheidung fiel auf ein Architekturstudium. Doch der Hochschulalltag mit all seinen Vorgaben passte nicht zum Freigeist Doro. Ein Praktikum veränderte alles für die junge Mutter.

Doro kommt aus einem akademischen Haushalt, in dem ein Studium selbstverständlich ist. Schon als Teenager hatte sie den Wunsch, etwas Kreatives zu studieren, doch eine klare Richtung fehlte ihr. Nach dem Abitur blieb dieser Wunsch bestehen, aber die Entscheidung für ein Studienfach fiel ihr schwer. Schließlich entschied sich Doro für ein Architekturstudium in Potsdam. Anfangs war sie begeistert: inspirierende Dozent*innen, spannende Projekte und ein kreatives Umfeld. Doch mit der Zeit geriet sie an die Grenzen des starren Hochschulsystems. Creditpoints, feste Module und wenig Flexibilität nahmen ihr die Freude. Gleichzeitig wuchsen die Herausforderungen außerhalb des Hörsaals: finanzielle Engpässe und alltägliche Hürden des Privatlebens.

Text

Eine neue berufliche Perspektive war erst der Anfang eines neuen Lebensabschnitts

Nach drei Jahren des Zweifelns und der Auseinandersetzung mit sich selbst brach Doro ihr Studium schließlich ab. Der entscheidende Auslöser war ein Praktikum. Es gab ihr eine neue Perspektive: Aus dem Praktikum wurde schließlich eine Vollzeitstelle. Und doch fehlte Doro etwas. Sie wollte eine fundierte Qualifikation – einen Berufsabschluss. Nachdem der erste Ausbildungsbetrieb nicht passte, wagte sie noch einmal einen Wechsel. Während ihrer Ausbildungszeit brachte sie die Anforderungen der Berufsausbildung und die Aufgaben als Mutter unter einen Hut. Dies war nicht immer einfach, aber Doro meisterte die Ausbildung. Danach verfolgte sie verschiedene berufliche Tätigkeiten. Auch als Selbstständige.

Heute arbeitet Doro bei einem schwedischen Einrichtungshaus. Sie ist angekommen. Ein tolles Team sowie eine gute Arbeitsatmosphäre machen den Unterschied. Hier kann sie ihre Stärken einbringen und fühlt sich wertgeschätzt. Doros Geschichte zeigt, dass es manchmal mehrere Stationen braucht, um ans Ziel zu gelangen.

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Die Initiative „Zweifellos – Finde deinen Weg" wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative Bildungsketten.