

Ekuns Neustart in Deutschland
Ekun brach in Kamerun sein Studium der Agrarwissenschaften ab, um in Deutschland neu zu beginnen. Den Aufenthaltstitel bekam er, als er seine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik absolvierte. Heute ist er sogar Produktionsleiter.
Doppelter Neustart in Deutschland
Ekun begann in Kamerun sein Studium der Agrarwissenschaften. Doch als er die Chance bekam, nach Deutschland zu kommen, brach er das Studium. In Deutschland musste er einen doppelten Neustart wagen: Neues Land und neuer Beruf. Er beantragte Asyl, doch der Antrag wurde zunächst abgelehnt. Ekun gab nicht auf. Drei Monate musste er warten, bis seine Papiere genehmigt wurden, danach konnte er endlich Deutsch lernen. Neben dem monatelangen Büffeln suchte er nach einem Ausbildungsplatz. Diese war Voraussetzung für seinen Aufenthalt in Deutschland.
Lebensmitteltechnik: Bestimmung gefunden
Ekun fing an, als Zimmermann zu arbeiten. Doch schnell merkte er, dass er diesen Beruf nicht langfristig ausüben konnte. Zu diesem Zeitpunkt war sein Aufenthalt in Deutschland immer noch ungeklärt. Also sucht er weiter nach der passenden Stelle. Er versuchte sich als Azubi in einer Tischlerei. Doch auch hier sah sich Ekun nicht. Erst bei der Firma Nudel & Co entdeckte er eine passende Zukunftsperspektive: Hier absolvierte er seine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Er hatte seine Bestimmung gefunden.
Vom Auszubildenden zum Produktionsleiter
Heute ist Ekun sehr zufrieden. Dass er die Stelle als Fachkraft bekommen hat, hat ihn nicht nur beruflich weitergebracht. Auch das Engagement seines Arbeitgebers hat ihm geholfen, in Deutschland Anschluss zu finden und seine Sprachkenntnisse weiter zu verbessern. Inzwischen ist Ekun nicht nur mit seiner Ausbildung fertig, sondern auch Produktionsleiter. In Bezug auf seinen Studienabbruch kann er also aus Erfahrung sagen: „Wenn du merkst, dass dieses Studium oder diese Richtung gefällt mir nicht mehr oder ich sehe keine Perspektive mehr, ist es gut, wenn man schnell einen Berater holt“. Für den Produktionsleiter hat der Richtungswechsel gut geklappt. Er hätte nicht gerne noch mehr Zeit verloren: „Es ist nicht schlimm, ein Studium abzubrechen“.
