Dank Nebenjob zur Schornsteinfeger-Ausbildung
Für Jonas war klar: nach seinem Freiwilligen Sozialen Jahr im Kindergarten will er beruflich im sozialen Bereich durchstarten und Lehrer werden. Doch das Studium sagte ihm nicht zu. Jonas ging auf die Suche nach dem Job, der zu ihm passt.
Das Freiwillige Soziale Jahr im Kindergarten zeigte Jonas, wie gern er mit Kindern arbeitet. Der direkte Kontakt und die abwechslungsreiche Tätigkeit begeisterten ihn. Mit dem Abitur in der Tasche erschien ihm ein Studium logisch. Sport und Geographie waren seine Wunschfächer. Am Anfang erschien vor allem das Sportstudium noch recht praktisch. Jonas war viel bei Sportveranstaltungen. Doch die Selbstorganisation fiel ihm zunehmend schwer. Das Studium wurde immer theoretischer. Dann kam auch noch die Corona-Pandemie und die Isolation zu Hause – fernab von den Kommiliton*innen. Jonas erkannte, dass es das nicht ist. Er wollte nicht mehr länger am Schreibtisch sitzen, sondern sich praktisch ausprobieren.
Als Jonas klar wurde, dass er das Studium nicht beenden wird, begann für ihn eine Orientierungszeit. Er wollte herausfinden, was ihm liegt und seinen Interessen entspricht. Seine Eltern und seine Freundin, die ebenfalls Lehramt studierte, unterstützten ihn dabei. In dieser Zeit bot ihm sein Schwiegervater einen Nebenjob an – in seinem Schornsteinfegerbetrieb. Jonas war begeistert. Der Beruf machte ihm Spaß. Er war viel unterwegs und kam in Kontakt mit Menschen. So wurde aus dem Nebenjob schließlich eine Ausbildung. Als Abiturient hätte Jonas die Ausbildung sogar auf zwei Jahre verkürzen können, aber er entschied sich für die komplette dreijährige Ausbildung. Mit der Entscheidung ist er glücklich. Das Studium bereut Jonas nicht: Er hat herausgefunden, was er möchte und was ihm liegt.