Bühne
Ein Mann hält ein Mikrofon und spricht bei einer Veranstaltung vor Publikum.
 
Joshua: Club-Personalleiter statt Biologie
Einleitung

Ehrenamt und Beratung: Der Schlüssel zur passenden Ausbildung als Veranstaltungskaufmann

Joshua war von seinem Biologiestudium schnell desillusioniert. Immer stärker kümmerte er sich um Aktivitäten außerhalb der Uni: Nebenjob und gemeinnütziger Verein standen für ihn im Mittelpunkt und wurden schließlich zum Beruf.

Nicht nur, dass sein eigentlicher Studienwunsch Medizin am Numerus Clausus (NC) scheiterte – Joshua merkte schnell, dass das Studium nicht das Richtige für ihn ist.
Ihm fehlte die Begleitung durch den Modul-Dschungel und das selbstständige Arbeiten fiel ihm schwer. Er hatte sich mehr Praxisbezug vorgestellt und Interesse an Forschung in Bereichen, die ihn begeisterten. Auch realisierte er für sich, dass es danach kaum passende Jobchancen für ihn gab. So wurde das Studium zur Nebensache.

Er fokussierte sich mehr auf seine Nebenjobs in der Gastronomie und gründete ehrenamtlich einen gemeinnützigen Verein für Jugendliche. Dort organisierte er eigenständig Veranstaltungen. An der Uni verbrachte er immer weniger Zeit.

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Wenn das Studium zur Nebensache wird

Die Motivation zu studieren fehlte. Als ihm das schließlich bewusst wurde, holte er sich Hilfe bei der allgemeinen Studienberatung und der Agentur für Arbeit. Durch die Beratungsgespräche wurde ihm klar, dass er sein Hobby zum Beruf machen wollte. Er brach sein Studium ab und fing eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann im Radisson Blu in Merseburg an. Hier konnte er seine bereits im Nebenjob und bei der Arbeit im Verein erworbenen Kompetenzen einsetzen. Ein großer Vorteil, wie er schnell merkte. Sein Alter spielte hingegen keine Rolle. Auch bei Bewerbungen für Jobs nach der Ausbildung war das kein Thema.  Zunächst arbeitete er bei der Leipziger Messe, aber es zieht ihn zurück in die Heimat. Joshua wurde schließlich Personalleiter im Club Flower 2.0 in Halle.

Er bereut nicht, studiert zu haben. Auch wenn er seine Berufung außerhalb des Studiums gefunden hat, konnte er in dieser Zeit herausfinden, was er wirklich machen möchte und was ihm liegt. Ohne sein Ehrenamt und die unterstützende Beratung wäre er nicht da, wo er heute beruflich steht. Erst durch die Beratung hat er die passende Ausbildung gefunden. Joshuas Erfahrung zeigt, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen, um die eigenen Stärken und Interessen zu entdecken.

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Die Initiative „Zweifellos – Finde deinen Weg" wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative Bildungsketten.