

Wechsel in die Kommunikationsbranche
Judith hatte damals die Wahl: Auszug oder Studium. Sie entschied sich für ein Germanistik-Studium, das sie gar nicht erfüllte. Als sie durch Zufall im Radio landete, brach sie ab. Heute ist sie glücklich im Bereich Kommunikation bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg.
Auszug oder Studium
Nach ihrem Abitur wollte Judith erst einmal pausieren. Doch ihrer Mutter war Judiths Pause zu lang, sie stellte ihr ein Ultimatum: Wenn Judith studiert, kann sie zuhause wohnen bleiben, ansonsten müsse sie ausziehen. Judith entschied sich für das Studium und schrieb sich für das leicht zugängliche Germanistik-Studium ein. Es folgte eine Zeit, in der sie sich wie ein „Alien“ auf dem Campus fühlte. Ihre Nebenfächer gefielen Judith mehr als ihr Hauptfach und sie belegte viele Kurse in Medien- und Umweltwissenschaften. Schon im ersten Semester wurde Judith klar, dass ihr das Studium der Germanistik keine berufliche Perspektive eröffnet. Trotzdem zog sie drei Semester durch. Dann änderte sich alles.
Praktikum als Türöffner
Auf dem Weg zu einer Prüfung in ihrem dritten Semester hörte Judith im Radio eine Ausschreibung. Der Radiosender Star Fm suchte Praktikant*innen. Judith rief an und wurde zu einem Gespräch eingeladen. Schon kurze Zeit später hatte sie den Praktikumsvertrag in der Tasche. Sie legte ein Urlaubssemester ein und absolvierte ein dreimonatiges Praktikum beim Sender. Das Praktikum zahlte sich aus: Bereits nach dem ersten Tag hatte sie das Gefühl anzukommen. Auch in der darauffolgenden Zeit verlor Judith ihren Spaß an der Arbeit beim Radio nicht. Der Radiosender betraute Judith aufgrund seiner kleinen Größe mit vielen Aufgaben. Auch als Praktikantin übernahm sie Verantwortung. Nicht nur wurde der Praktikumsvertrag verlängert, der Sender bot ihr auch ein Volontariat an.
Vom Journalismus zum Marketing
Während des Volontariats stellte Judith dann doch fest, dass sie gerne ein Studium absolvieren würde. Und zwar passend zum Volontariat Journalismus. Im Studium lernte sie die Arbeit in den verschiedensten Bereichen: Ob Print, Film oder Radio, Judith hatte am Ende ihres Studiums gutes Handwerkzeug. Bereits während des Studiums arbeitete Judith. Zunächst bleib sie dem Radio treu. Sie wechselte dann zu einem Wetterdienst in den Marketingbereich. Als das Unternehmen während der Corona-Pandemie aufgekauft wurde, wagte sie erneut einen Neuanfang: Sie begann bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg zu arbeiten. Bis heute gefällt Judith die Arbeit dort. Sie hat das Gefühl, dass das, was sie tut, sinnstiftend ist. Und sie arbeitet gern im Bereich der Kommunikation, in dem sie nicht nur gut ausgebildet ist, sondern inzwischen auch viel Berufserfahrung sammeln konnte.
