Zwischen Umwegen und Neuanfängen – Veras Weg zur beruflichen Erfüllung in der Professur
Der erste Karriereweg ist nicht immer der Richtige: Veras Weg war alles andere als geradlinig – aber genau das hat ihn wertvoll gemacht.
In der Schule lief alles problemlos. Ohne große Mühe machte Vera ihren Abschluss, blieb aber unter dem Radar. Es fehlte nicht an Begabung – sondern an Erfahrungen, an Momenten, die Richtungen weisen. Also begann sie ein Germanistikstudium in Konstanz. Der erste Abbruch. Zurück zu den Eltern. Und die Frage: Wie geht es weiter?
Nach vielfältigen Erfahrungen, an denen sie gewachsen ist, ist sie im Beruf angekommen.
Auszeit und Neuorientierung: Christliche Schule und Mongolei
Vera entschied sich zunächst für einen ganz anderen Weg: Den Besuch einer christlichen Jüngerschaftsschule – eine Auszeit vom Alltag. Dabei ging es auch ins Ausland, in die Mongolei, die sie bereits von Einsätzen bei einer christlichen Organisation als Teenager kannte. Für Vera war es die perfekte Auszeit, um wieder Klarheit zu gewinnen. Sie stellte fest: Sie würde gerne lehren und machte ein Praktikum im Kinderhaus. Aber die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen war nicht das, was sie sich vorgestellt hatte.
Endlich beruflich vorankommen: Ausbildung und dann doch wieder Studium
Vera wollte etwas Bodenständiges machen und Geld verdienen. Sie kehrte zurück und entschied sich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Nach kurzer Zeit im Betrieb kündigte sie. Sie suchte eine neue Herausforderung und begann ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften. Die Begeisterung blieb zunächst aus, aber das Nebenfach passte: Wirtschaftspädagogik. Ein Dozent erkannte ihr Potenzial, wurde später ihr Doktorvater. Heute ist sie Juniorprofessorin in Hamburg. Angekommen im Beruf. Gefordert. Glücklich.