Bühne
Student im Rollstuhl sitzt in einem Bibliotheksgang und liest ein großes Buch, umgeben von Bücherregalen.
 
Behinderungen oder chronische Erkrankungen
Du hast eine Krankheit oder Behinderung?
Hier findest du Hilfe für dein Studium.
Einleitung

Viele Studierende haben Gesundheits-Probleme.

Ungefähr jede sechste Person im Studium ist betroffen.

Manche Probleme sieht man.
Andere sieht man nicht.

Das ist wichtig:
Du hast ein Recht auf gleiche Chancen.
Du bekommst Hilfe, damit dein Studium gut klappt.

Section 1 - Gesundheits-Probleme
Mehrere Frauen stehen zusammen. Eine Frau sitzt im Rollstuhl. Die Frauen wirken stark und selbstbewusst.

Fragst du dich: Bin ich auch betroffen?

Eine Beeinträchtigung ist mehr als eine sichtbare Behinderung.
Auch bei unsichtbaren Krankheiten bekommst du Hilfe.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Seelische Erkrankungen wie Depressionen oder Angst
  • Besonderheiten beim Denken oder Lernen wie ADHS, Autismus, Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • Lange andauernde Krankheiten wie Diabetes, Asthma
  • Probleme mit dem Sehen, Hören oder Gehen

Das bedeutet:
Viele Studierende haben eine Beeinträchtigung.
Oft reden sie nicht darüber.

Das ist wichtig:
Hol dir früh Hilfe, auch wenn du keinen offiziellen Nachweis hast.

 

Informations- & Beratungs-Stelle Studium und Behinderung (IBS)
Section 2 - Hilfe bekommen
Zwei Frauen sitzen an einem Tisch. Eine Frau sitzt im Rollstuhl. Sie sprechen miteinander und schauen auf Unterlagen.

Hier bekommst du Hilfe

Du musst nicht alles allein schaffen.
An deiner Hochschule gibt es Hilfe.
Auch das Studierendenwerk hilft dir.
Die Beratung ist vertraulich.
Das bedeutet: Niemand erfährt davon ohne deine Zustimmung.


Diese Stellen helfen dir:

  • Beim Nachteilsausgleich
  • Bei der Planung deines Studiums
  • Bei Fragen zu Prüfungen
  • Bei Geld und anderen Hilfen


Wichtige Ansprechpersonen sind:

  • Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder Krankheit
  • Psychologische Beratungsstellen
  • Sozialberatung oder Behinderten-Referate vom AStA

 

Beratung an deiner Hoch-Schule finden
Section 3 - Nachteilsausgleiche

Hilfe durch Nachteilsausgleiche

Du hast Rechte im Studium.
Du hast ein Recht auf gleiche Chancen.
Niemand darf dich benachteiligen.

Was ist ein Nachteilsausgleich?

Ein Nachteilsausgleich hilft dir,
wenn du wegen einer Beeinträchtigung Nachteile hast.

Die Anforderungen im Studium bleiben gleich.
Nur die Bedingungen ändern sich.

Beispiele für Nachteilsausgleich:

  • Mehr Zeit bei Prüfungen
  • Längere Fristen für Haus- oder Abschlussarbeiten
  • Extra-Pausen in Prüfungen
  • Hilfsmittel, z. B. Software oder Technik
  • Prüfungen in ruhigen oder barrierefreien Räumen
  • Digitale Prüfungen, die barrierefrei sind
  • Weniger Pflicht-Anwesenheiten bei Krankheit
  • Persönlicher Studienplan nach Krankheit
  • Besondere Sitzplätze oder Gebärden-Dolmetscher

Das geht nicht:

  • Weniger Lernstoff
  • Weniger Prüfungsfragen
  • Bestehen ohne Prüfung
  • Dauerhafte Befreiung von Kursen ohne Ersatz
  • Hilfe ohne Nachweis
  • Anspruch auf genau die gewünschte Maßnahme

Tipp:
Du brauchst oft ein ärztliches oder psychologisches Gutachten.
Lass dich früh beraten.
Dann kannst du den Antrag gut vorbereiten.

Wichtig:
Die Lernziele bleiben gleich.
Nur die Bedingungen ändern sich.

 

Section 4 - Studium individuell gestalten

So kannst du dein Studium individuell gestalten

Manchmal ist ein Wechsel gut.
Zum Beispiel, wenn du Prüfungen oder Anwesenheit
trotz Nachteilsausgleich nicht schaffst.

Beantrage früh barrierefreie Wohnungen.
Melde besondere Ernährung beim Studierendenwerk an.
Klär, wie du dich auf dem Campus gut bewegen kannst.

Es gibt nicht nur BAföG.
Es gibt auch die Eingliederungshilfe,
Grundsicherung oder
Stipendien für Menschen mit Behinderung.

Lass dich beraten.

Wenn Vollzeit zu viel ist, kannst du Teilzeit studieren.
Dann machst du weniger Kurse pro Semester.
Praktika kannst du später machen.
Das nimmt Druck weg.

Wenn du lange krank bist, kannst du eine Pause machen.
Das heißt Urlaubssemester.
Diese Zeit zählt oft nicht zur Regelstudienzeit.
Achte auf BAföG und deine Versicherung.

Überlege eine Auszeit oder Neu-Orientierung,
wenn du eine Pause brauchst.

Schau hier vorbei (Achtung: Diese Infos sind nicht in Leichter Sprache.)

Diese Infos gelten überall in Deutschland.
Sie gelten auch für eine lange Zeit.

Für deine persönliche Situation bekommst du Hilfe.
Die Beratungs-Stellen geben dir Tipps.
Du musst den Weg nicht allein gehen!

Die Initiative „Zweifellos – Finde deinen Weg" wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative Bildungsketten.