Bühne
Eine Studierende hält eine Filmklappe in einem Medien- oder Filmstudio vor einem Greenscreen.
 
Betriebliche oder schulische Ausbildung?
Duale oder schulische Ausbildung – was passt zu dir?
Einleitung Duale und schulische Ausbildung

Duale oder schulische Ausbildung?

Du möchtest eine Ausbildung machen, weißt aber nicht, ob du eine duale oder eine schulische? Hier erfährst du, worin sich die beiden Ausbildungsformen unterscheiden – und welche zu deinen Zielen passt.

In Deutschland gibt es zwei Wege, einen anerkannten Berufsabschluss zu erreichen: die duale (betriebliche) und die schulische Ausbildung. Beide führen zum Ziel, unterscheiden sich aber in Aufbau, Lernort und Finanzierung:

  • In der dualen Ausbildung lernst du direkt im Betrieb und besuchst zusätzlich die Berufsschule. Du erhältst dafür eine Ausbildungsvergütung.
  • In der schulischen Ausbildung besuchst du eine Fach- oder Berufsfachschule, ergänzt durch Praktika. Eine Vergütung gibt es in der Regel nicht – an privaten Schulen kann Schulgeld anfallen. Oft ist jedoch Schüler*innen-BAföG möglich.

 

Eine Übersicht zu möglichen Finanzierungen findest du hier
Unterschiede(Akkordeon)

Was sind die Unterschiede?

Duale Ausbildung (betriebliche Ausbildung)

  • Lernorte: Betrieb und Berufsschule
  • Dauer: meist 2 bis 3,5 Jahre
  • Vergütung: du erhältst ein Ausbildungsgehalt
  • Struktur: ca. 2/3 praktische Arbeit im Betrieb, 1/3 Unterricht in der Berufsschule
  • Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder Handwerksordnung (HwO)
  • Zugang: grundsätzlich mit jedem Schulabschluss möglich

Das spricht dafür:
Du sammelst von Anfang an praktische Erfahrung, bist Teil eines Unternehmens und verdienst bereits Geld. Viele Betriebe übernehmen ihre Auszubildenden nach dem Abschluss.

 

Schulische Ausbildung

  • Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule
  • Dauer: meist 1 bis 3,5 Jahre
  • Vergütung: in der Regel keine Bezahlung, teilweise Schulgeld möglich
  • Finanzierung: häufig Unterstützung durch Schüler-BAföG möglich
  • Praxis: verpflichtende Praktika sind Teil der Ausbildung
  • Rechtsgrundlage: landesrechtliche Regelungen

Typische Bereiche:
Gesundheitsberufe, soziale Berufe, pädagogische Berufe oder Medienberufe.

Das spricht dafür:
Du erhältst eine stärker schulisch strukturierte Ausbildung mit viel Fachunterricht und bereitest dich gezielt auf Berufe vor, die oft eine schulische Ausbildung voraussetzen.

Nach der Ausbildung (Text)

Wie es nach der Ausbildung weitergeht

Sowohl eine duale als auch eine schulische Ausbildung eröffnen dir vielfältige berufliche Perspektiven.

Nach einer dualen Ausbildung:

Hast du oft gute Chancen, im Betrieb übernommen zu werden. Mit Berufserfahrung kannst du dich weiterqualifizieren, zum Beispiel durch eine Aufstiegsfortbildung wie Meisterin, Technikerin oder Fachwirt*in und mehr Verantwortung im Beruf übernehmen.


Zur Seite Karrierechancen und Weiterbildung

 

Nach einer schulischen Ausbildung:

Gibt es auch verschiedene Möglichkeiten der Weiterentwicklung, etwa durch zusätzliche Qualifikationen, Spezialisierungen oder berufliche Weiterbildung.

Je nach Ausbildung und Abschluss kann du den direkten Einstieg ins Berufsleben wählen und sammeln praktische Erfahrung, oder dich doch noch einmal für ein Studium entscheiden - alles ist möglich.

Für internationale Studierende gilt: Der Wechsel in eine Ausbildung kann Auswirkungen auf deinen Aufenthaltstitel haben.

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