Bühne
Junger Mann mit besorgtem Gesichtsausdruck hält eine leere Geldbörse, während Geldscheine aus seinem Portemonnaie davonfliegen – Symbol für Geldverlust oder hohe Kosten.
 
Finanzielle & existenzielle Belastungen
Geldsorgen sind im Studium keine Ausnahme –
aber es gibt Unterstützung für dich.
Einleitung Studienfinanzierung

Studienfinan­zierung: Wenn Geldsorgen das Studium gefährden

Studieren kostet mehr, als viele denken. Miete, Materialien, Gebühren und Lebenshaltung können schnell zur Belastung werden. Doch es gibt viele Hilfen, die dir Sicherheit und Entlastung bringen.

Neben finanzieller Unterstützung durch staatliche Förderungen, Studienkrediten oder Bildungsfonds hast du noch mehr Möglichkeiten, wie du im Studium an Geld kommst. Überlege auch, ob du nebenher arbeiten kannst oder aus dem privaten Umfeld Hilfe bekommen kannst. Verschaffe dir hier einen Überblick.

Staatliche Hilfen

Staatliche Hilfen und Förderungen

Wenn das Geld knapp wird, gibt es verschiedene staatliche Unterstützungsangebote, die oft unterschätzt werden:

BAföG: Viele Studierende gehen fälschlicherweise davon aus, keinen Anspruch zu haben – tatsächlich sind die Fördermöglichkeiten breiter, als oft angenommen. Ein Antrag lohnt sich in jedem Fall. Die Förderung richtet sich nach Einkommen und Vermögen, besteht zur Hälfte aus einem Zuschuss und zur Hälfte aus einem zinslosen Darlehen. Die Rückzahlung erfolgt erst nach dem Studium und nur bei ausreichend hohem Einkommen.

Link Tipps

Stipendien: Finanzielle Unterstützung ohne Rückzahlung. Viele Programme richten sich nicht nur an Hochbegabte, sondern fördern auch Engagement, besondere Lebenswege oder individuelle Herausforderungen.

Link Tipp

Studienkredit oder Bildungsfonds

Studienkredit oder Bildungsfonds – was passt?

Wenn BAföG oder Stipendium nicht greifen, können Studienkredite eine Option sein – allerdings nur als letzte Wahl. Achte unbedingt auf Rückzahlungsmodalitäten und Zinsen. Varianten sind:

Arten von Studienkrediten:

  • Studienkredite: Monatliche Raten, Rückzahlung nach Studienende, zinsgünstig, keine Sicherheiten nötig.
  • Studienbeitragsdarlehen: Einmal pro Semester ausgezahlt, Rückzahlung später, keine Sicherheiten nötig.
  • Bildungskredite: Für spätere Phasen des Studiums wie Auslandsaufenthalt, Praktika oder Master.
  • Bildungsfonds: Du erhältst Geld, zahlst später prozentual vom Gehalt zurück. Vorteil: Bei Arbeitslosigkeit pausiert die Rückzahlung.

Link Tipps:

Vor- und Nachteile von Studienkrediten:

Informationen des DSW

Flexible Rückzahlung:

Bildungskreditprogramm der Bundesregierung
Jobben neben dem Studium

Jobben neben dem Studium: Verdienen und Erfahrung sammeln

Viele Studierende sichern sich durch Nebenjobs zusätzliche Einnahmen:

  • Werkstudent*in: Bis zu 20 Stunden pro Woche, oft im Studienfach. Vorteile: besserer Verdienst, Praxisbezug, weniger Sozialabgaben.
  • Nebenjob/Minijob: Flexibel und kurzfristig, aber meist fachfremd.
  • Freiberuflich: Nachhilfe, Übersetzungen oder kreative Projekte. Mehr Flexibilität, aber Verantwortung für Steuern und Versicherungen.

Tipp: Beachte deine Rechte zu Arbeitszeiten und Sozialversicherung.

Infos und Beratung findest du bei deinem Studierendenwerk oder auf dem

ExistenzgründungsportalLandkarte der Studierendenwerke beim DSW
Unterhalt, Kindergeld & private Hilfe

Unterhalt, Kindergeld & private Hilfe

Eltern sind gesetzlich unterhaltspflichtig, bis ihr Kind 25 Jahre alt ist (oder bis zum Ende der Ausbildung), wenn sie finanziell dazu in der Lage sind. Auch Kindergeld kannst du beziehen, bis du 25 Jahre alt bist. Wenn du nicht mehr zu Hause wohnst, kann es direkt an dich ausgezahlt werden. In Übergangszeiten zwischen Studium und Ausbildung bleibt der Anspruch ebenfalls bestehen.

Auch private Darlehen von deiner Familie oder aus deinem Freundeskreis können helfen – kläre aber schriftlich die Bedingungen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Seitenteaser Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte: So haben andere ihren Weg gefunden

Höre und lese Geschichten von Studienabbrecher*innen, die auch gezweifelt, entschieden und ihren eigenen Karriereweg gefunden haben. Die Mutmach-Stories zeigen: Du bist nicht allein.

Eine junge Frau sitzt an einem Tisch, arbeitet konzentriert mit Unterlagen und schreibt Notizen in ruhiger Umgebung.
Casey: Studieren mit Behinderungen und mangelnder Barrierefreiheit

Das Studium war ein Stück ersehnte Freiheit für Casey. Aber trotz ihrer Vorkenntnisse im Programmieren brach sie nach vier Semestern ab. Warum Casey fand, dass Barrierefreiheit an ihrer Hochschule leider nur Marketing gewesen sei, erfahrt ihr im Podcast.

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Eine Frau arbeitet an einem Laptop, während ein kleines Kind neben ihr sitzt und zuschaut, in einem häuslichen Umfeld.
Doro: Ohne Studienabschluss zum erfüllenden Beruf

Eigentlich stand schon lange fest: Doro studiert. Aber was? Die Entscheidung fiel auf ein Architekturstudium. Doch der Hochschulalltag mit all seinen Vorgaben passte nicht zum Freigeist Doro. Ein Praktikum veränderte alles für die junge Mutter.

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Ein Mann arbeitet an einem Serverschrank, überprüft Kabelverbindungen und hält ein Tablet in der Hand.
Mirko: Fachinformatiker

Mirko entschied sich für das Studium der Philosophie und Germanistik. Doch schnell wurde ihm bewusst: Das Studium bietet ihm keine finanzielle Sicherheit. Er brach ab und begann eine Karriere als System-Administrator.

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Die Initiative „Zweifellos – Finde deinen Weg" wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative Bildungsketten.

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