gibt es Alternativen.
Manchmal zeigt sich, dass ein Studiengang einfach nicht der richtige ist. Für internationale Studienabbrecher*innen kann eine Veränderung besonders komplex sein. Es können sich aber auch neue, wertvolle Chancen eröffnen. Diese Seite bietet dir Orientierung, einen Überblick über deine Möglichkeiten und passende Unterstützungsangebote.
Viele internationale Studierende stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Sprachbarrieren und finanzieller Druck bis hin zu Einsamkeit oder Stress, die Aufenthaltserlaubnis zu behalten. Diese Faktoren wirken sich oft negativ auf ein Studium aus und können auch dazu führen, dass du merkst, dass du dein Studium nicht fortführen kannst oder willst.
Auf dieser Seite wollen wir dir zeigen: Ein Studienabbruch ist kein Scheitern – er kann ein Neuanfang sein.
Nimm frühzeitig Kontakt zu den Beratungsstellen deiner Hochschule oder zur Jugendberufsagentur auf. Hier sitzen Expert*innen und können dir deine Fragen beantworten und dir weiterhelfen, wenn du zum Beispiel Probleme mit deinem Aufenthaltsstatus hast und neue Perspektiven entdecken willst.
Nach dem Abwägen deiner Situation stellt sich die Frage: Weiterstudieren oder das Studium beenden? Jede Option hat Vor- und Nachteile und die beste Entscheidung hängt von deinen Zielen, Interessen und Lebensumständen ab. Im Folgenden zeigen wir, welche Wege du gehen kannst, welche Faktoren du beachten solltest und welche Unterstützung dir zur Verfügung steht.
Ein Wechsel des Studiengangs oder der Hochschule kann sinnvoll sein, wenn sich dein Fach nicht richtig anfühlt, dein Umfeld nicht passt oder sich deine Ziele verändert haben.
Was solltest du beachten?
Wichtig für Studierende, die nicht aus der EU kommen: Ein Wechsel ist in der Regel innerhalb der ersten 18 Monate möglich. Danach entscheidet die Ausländerbehörde im Einzelfall. Kläre den Wechsel vorab mit deiner zuständigen Behörde.
Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit praktischen Phasen in einem Unternehmen. Du studierst an einer Hochschule und hast gleichzeitig einen Arbeitsvertrag mit einem Betrieb. So sammelst du Theorie- und Praxiserfahrung parallel.
Was solltest du beachten?
Ein Urlaubssemester kann hilfreich sein, wenn du aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen eine Pause vom Studium benötigst. Gründe dafür können z.B.: längere Krankheit, Pflege von Angehörigen, Schwangerschaft.
Was muss ich beachten?
Eine Ausbildung ist eine praxisnahe Alternative zum Studium und bietet gute Jobchancen. In Deutschland hat die Berufsausbildung einen hohen Stellenwert und gut ausgebildete Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Es gibt über 320 Ausbildungsberufe. Organisiert werden sie meist durch die Kammern, zum Beispiel die Handwerkskammer (HWK) oder die Industrie- und Handelskammer (IHK).
In Deutschland gibt es zwei Arten der Ausbildung:
Was du vor dem Wechseln in eine Ausbildung beachten solltest:
Aufenthaltstitel
Wichtig: Nimm rechtzeitig mit Beratungsstellen Kontakt auf, solange dein aktueller Aufenthaltstitel noch gültig ist (bevor du Exmatrikuliert wirst).
Planung & Zeit
Ein schneller Wechsel ist oft schwierig; es kann bis zu 18 Monate dauern, bis du eine Ausbildung beginnen kannst, z.B. wegen Sprachkursen, der Suche nach Ausbildungsstellen und dem Bewerbungsverfahren.
Sprachkenntnisse
Für das Visum zur Berufsausbildung brauchst du Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B1. In der Praxis empfiehlt sich jedoch besser B2 oder sogar C1, besonders für den Unterricht und die Prüfungen in der Berufsschule.
Mit B1 kannst du im Alltag im Ausbildungsbetrieb meist gut kommunizieren. Hier ist es wichtig, dass du dich gut verständigen kannst und verstehst, was dir erklärt wird. Aber für die Berufsschule reicht das meistens nicht, da du hier auch Prüfungen ablegen musst. Ob dein Deutschniveau für die Ausbildung passt, entscheidet zunächst der Ausbildungsbetrieb. Allerdings erwarten viele Berufsschulen inzwischen mindestens B2. Sprachkurse vor oder während der Ausbildung helfen dir, dein Niveau rechtzeitig zu verbessern.
Weitere Infos zum Thema Deutsch für den Beruf findest du z.B. auch hier bei Handbook Germany
Wenn du dein Studium abbrichst, aber bereits einen berufsqualifizierenden Abschluss hast und dieser in Deutschland anerkannt wird (z. B. Bachelorabschluss aus Deutschland oder dem Heimatland), kannst du unter bestimmten Voraussetzungen direkt in deinem Berufsfeld arbeiten. Es kann sein, dass du ein Anerkennungsverfahren durchlaufen musst, damit deine Qualifikation in Deutschland anerkannt wird. Dabei unterscheidet man reglementierte und nicht-reglementierte Berufe.
Mehr Infos zum Thema Anerkennung findest du bei: Make it in Germany.
Wende dich für mehr Infos zu den Voraussetzungen und Möglichkeiten für den Wechseln in ein Visum als Fachkraft an deine zuständige Ausländerbehörde.
Wenn du eine Ausbildung, ein anderes Studium oder eine Arbeitsstelle antreten möchtest, informiere dich frühzeitig über die rechtlichen Bedingungen. Melde dich vor einer Exmatrikulation bei deiner zuständigen Ausländerbehörde und suche dir Hilfe bei Beratungsstellen, um Fristen einzuhalten und eine Ausreise zu vermeiden.
Denke außerdem an:
Wenn du dein Studium abgebrochen hast und dich neu orientierst, kannst du über verschiedene Wege in den Beruf einsteigen oder dich weiterqualifizieren.
Entscheidend ist, frühzeitig nach passenden Angeboten zu suchen und die aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen zu kennen.
Wenn du nicht direkt in Ausbildung oder Beruf einsteigen kannst, gibt es zwei mögliche Aufenthaltstitel für die Übergangszeit:
Für einen Sprachkurs:
Für die Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz:
Höre und lese Geschichten von Studienabbrecher*innen, die auch gezweifelt, entschieden und ihren eigenen Karriereweg gefunden haben. Die Mutmach-Stories zeigen: Du bist nicht allein.